Invisalign® vs. lose Zahnspange – die wichtigsten Unterschiede

Eine Zahnspange muss heute nicht mehr unbedingt aus auffälligen Drähten und Kunststoffplatten bestehen. Mit Invisalign® gibt es eine Möglichkeit, bestimmte Zahnfehlstellungen mithilfe transparenter Zahnschienen zu korrigieren. Die klassische lose Zahnspange hat jedoch weiterhin ihren festen Platz in der Kieferorthopädie, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Doch worin unterscheiden sich die beiden Varianten? Welche Behandlung eignet sich für welche Zahnfehlstellung und wann ist Invisalign® eine sinnvolle Alternative? Bei Borges & Schley in München beraten wir Sie und Ihr Kind individuell zu den verschiedenen Möglichkeiten der Zahnkorrektur.

Was ist Invisalign® und wie funktioniert die Behandlung?

Bei Invisalign® kommen durchsichtige, individuell angefertigte Kunststoffschienen zum Einsatz. Diese sogenannten Aligner liegen eng an den Zähnen an und bewegen sie Schritt für Schritt in die gewünschte Position. Dafür erhalten Patienten eine aufeinander abgestimmte Serie von Schienen, die sie in festgelegten Abständen wechseln.

Damit die Behandlung wie geplant verläuft, sollten die Aligner täglich etwa 20 bis 22 Stunden getragen werden. Zum Essen, Trinken von anderen Getränken als Wasser und zur Zahnpflege nehmen Sie die Schienen heraus. Anschließend setzen Sie sie wieder ein.

Ein großer Vorteil von Invisalign® ist die unauffällige Optik. Die transparenten Schienen fallen im Alltag deutlich weniger auf als eine klassische Zahnspange. Deshalb entscheiden sich besonders viele Erwachsene für diese Form der diskreten Zahnkorrektur. Sie möchten ihre Zähne begradigen lassen, ohne dass eine sichtbare Zahnspange im Berufsleben oder im privaten Alltag im Vordergrund steht.

Auch für Kinder und Jugendliche kann Invisalign® infrage kommen. Mit Invisalign® Teen gibt es eine Variante, die auf die Bedürfnisse jüngerer Patienten abgestimmt ist. Ob sich die Schienen eignen, hängt unter anderem von der Zahnstellung, dem Entwicklungsstand und der Bereitschaft ab, sie zuverlässig zu tragen.

Was ist eine klassische lose Zahnspange?

Eine klassische lose Zahnspange besteht meist aus einer Kunststoffplatte, die mit Drahtelementen, Federn oder Schrauben ergänzt wird. Je nach Ausführung erfüllt sie unterschiedliche Aufgaben. Sie kann beispielsweise einzelne Zähne bewegen, den Zahnbogen erweitern oder die Entwicklung der Kiefer beeinflussen.

Besonders bei Kindern und Jugendlichen kommen herausnehmbare Zahnspangen zum Einsatz. In dieser Lebensphase wachsen die Kiefer noch, sodass sich bestimmte Entwicklungen kieferorthopädisch begleiten lassen.

Die empfohlene Tragezeit hängt vom jeweiligen Gerät und dem Behandlungsziel ab. Häufig müssen lose Zahnspangen viele Stunden am Tag getragen werden. Auch hier ist die Mitarbeit entscheidend: Wird die Zahnspange zu selten eingesetzt, kann sich die Behandlung verzögern oder das gewünschte Ergebnis ausbleiben.

Invisalign® oder lose Zahnspange: Die wichtigsten Unterschiede

Beide Varianten lassen sich herausnehmen. Trotzdem unterscheiden sie sich in ihrer Funktionsweise, ihrem Aussehen und den Aufgaben, die sie in der Kieferorthopädie übernehmen können.

Aussehen und Alltag

Invisalign® besteht aus transparenten Schienen, die beim Sprechen und Lächeln kaum auffallen. Das ist vor allem für Erwachsene interessant, die sich eine unauffällige Zahnkorrektur wünschen. Auch Jugendliche schätzen es, dass die Schienen weniger sichtbar sind.

Klassische lose Zahnspangen sind durch ihre Kunststoffplatten und Drähte deutlicher zu erkennen. Dafür gibt es sie in unterschiedlichen Ausführungen, die jeweils auf das Behandlungsziel abgestimmt werden.

Behandlungsziele

Invisalign® bewegt geeignete Zähne mithilfe einer Serie aufeinander abgestimmter Schienen. Welche Fehlstellungen damit korrigiert werden können, hängt vom individuellen Befund ab. Nicht jede kieferorthopädische Situation lässt sich gleichermaßen gut mit Alignern behandeln.

Klassische lose Zahnspangen können je nach Bauart weitere Aufgaben übernehmen. Dazu gehören etwa die Erweiterung des Zahnbogens oder die Beeinflussung der Kieferentwicklung während des Wachstums. Gerade bei Kindern kann das ein wichtiger Vorteil sein.

Tragedauer und Mitarbeit

Für Invisalign® gilt in der Regel eine Tragezeit von 20 bis 22 Stunden täglich. Die Schienen werden nur zum Essen und zur Zahnpflege herausgenommen. Wer sie nach den Mahlzeiten nicht wieder einsetzt oder sie häufig weglässt, gefährdet den geplanten Behandlungsverlauf.

Auch eine lose Zahnspange muss entsprechend den kieferorthopädischen Vorgaben getragen werden. Die genaue Dauer unterscheidet sich je nach Gerät. Bei beiden Varianten gilt: Die Behandlung funktioniert nur dann zuverlässig, wenn die Patienten mitarbeiten und die vereinbarten Kontrolltermine wahrnehmen.

Zahnpflege

Da sich beide Zahnspangen herausnehmen lassen, können die Zähne grundsätzlich ohne die Apparatur gereinigt werden. Bei Invisalign® ist es wichtig, die Zähne möglichst vor dem Wiedereinsetzen der Schienen zu putzen. Andernfalls können Speisereste und Zucker unter den Alignern eingeschlossen bleiben.

Auch lose Zahnspangen müssen regelmäßig gereinigt werden. Zusätzlich sollten Patienten die Hinweise zur Pflege und Aufbewahrung beachten, damit die Apparatur hygienisch bleibt und nicht beschädigt wird.

Wann ist Invisalign® sinnvoll, wann die klassische lose Zahnspange?

Welche Zahnspange geeignet ist, hängt nicht allein vom Alter oder der gewünschten Optik ab. Ausschlaggebend sind vor allem die Zahnstellung, die Kieferverhältnisse und das konkrete Behandlungsziel.

Invisalign® kann eine passende Option sein, wenn bestimmte Zahnfehlstellungen korrigiert werden sollen und die Behandlung mit Alignern medizinisch sinnvoll ist. Besonders Erwachsene profitieren häufig von der unauffälligen Optik, da sich die transparenten Schienen gut ins Berufsleben und den Alltag integrieren lassen. Voraussetzung ist, dass sie zuverlässig getragen werden.

Eine klassische lose Zahnspange kann Vorteile bieten, wenn beispielsweise der Zahnbogen erweitert, Platz für bleibende Zähne erhalten oder die Kieferentwicklung während des Wachstums beeinflusst werden soll. Welche Apparatur dafür infrage kommt, hängt von der jeweiligen Situation ab.

Alternativ werden andere kieferorthopädische Geräte eingesetzt, etwa eine feste Zahnspange. Deshalb ist es wichtig, nicht allein nach dem Aussehen zu entscheiden. Eine gründliche Untersuchung zeigt, welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen und welche davon zum gewünschten Ergebnis führen können.

Die passende Zahnspange finden: Beratung bei Borges & Schley

Ob Invisalign® oder eine klassische lose Zahnspange: Welche Lösung infrage kommt, hängt immer von der individuellen Zahn- und Kiefersituation ab. Dr. Natascha Borges und Dr. Anna Schley sind zertifizierte Invisalign®-Anwenderinnen und beraten Sie zu den Möglichkeiten einer kieferorthopädischen Behandlung. Dabei berücksichtigen wir sowohl die medizinischen Voraussetzungen als auch Ihre Wünsche und die Anforderungen des Alltags.

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei Borges & Schley in München. Sie erreichen uns telefonisch unter 089 – 480 16 69 oder können Ihren Termin bequem online buchen.

Foto von Katarzyna Zygnerska auf Unsplash